Was die Prostata-mpMRT umfasst
Die mpMRT kombiniert mehrere Sequenzen:
- T2-gewichtete anatomische Bildgebung
- Diffusionsgewichtete Bildgebung (DWI)
- ADC-Karten
- dynamische kontrastmittelverstärkte Bildgebung (DCE)
Ihre Kombination erhöht die Genauigkeit bei der Erkennung klinisch signifikanter Tumoren.
PI-RADS und klinische Entscheidung
Die PI-RADS-Klassifikation leitet die Risikoeinschätzung:
- niedrigere Kategorien: geringere Wahrscheinlichkeit einer signifikanten Erkrankung
- mittlere Kategorien: individuelle Entscheidung
- hohe Kategorien: erhöhte Wahrscheinlichkeit, häufig Indikation für eine gezielte Biopsie
Bildgebung mit geringem Verdacht
In der Regel geringere Wahrscheinlichkeit einer klinisch signifikanten Läsion.
Bildgebung mit mittlerem Verdacht
Erfordert eine Korrelation mit PSA-Dichte, Alter und klinischem Risiko.
Bildgebung mit hohem Verdacht
Führt häufig zu einer gezielten Biopsie und weiteren Stadieneinteilung.
Wann sie indiziert ist
Vor allem bei:
- erhöhtem oder anhaltend grenzwertigem PSA
- einer verdächtigen klinischen Einschätzung
- Neubewertung nach negativer Biopsie bei fortbestehendem Verdacht
- Planung einer gezielten Biopsie und Risikostratifizierung
Grenzen und korrekte Anwendung
Die mpMRT ist kein „perfekter Filter":
- falsch negative oder falsch positive Befunde können vorkommen
- die Untersuchungsqualität und die Erfahrung des Befunders beeinflussen das Ergebnis
Die Biopsieentscheidung bleibt multifaktoriell und stützt sich nicht allein auf die Bildgebung.






