Harnkatheteranlage

Τοποθέτηση ουρολογικού καθετήρα Foley: παροχέτευση ούρων σε κατακράτηση ή μετεγχειρητικά. Ουρολόγος Ρόδος – Δρ. Βασίλας.

Τοποθέτηση ουρολογικού καθετήρα Foley στη Ρόδο
Dr. Marinos Vasilas25. April 20268 Min. Lesen

Kurzantwort

Die Harnkatheteranlage ist ein urologischer Eingriff für eine temporäre oder langfristige Blasendrainage, wenn eine normale Miktion nicht möglich oder sicher ist. Sie umfasst die urethrale (Foley-) Katheterisierung, die suprapubische Zystostomie und die Schulung im sauberen intermittierenden Katheterismus (SIK). Der Eingriff ist rasch, wird mit Lokalanästhetikagel durchgeführt und mit strikter Asepsis verwaltet, um Infektionen zu verhindern.

Mein klinischer Ansatz

Die Harnkatheterisierung mag wie ein “Routineeingriff” erscheinen, aber die richtige Technik, die Katheterwahl und die Patientenschulung bestimmen die Ergebnisse wesentlich. Die katheterassoziierte Harnwegsinfektion (CAUTI) ist eine der häufigsten nosokomialen Infektionen — und sie ist größtenteils vermeidbar.

Für Patienten, die eine Langzeitkatheterisierung benötigen, ist der SIK (sauberer intermittierender Katheterismus) die sicherste und physiologischste Methode — sie reduziert das Infektions- und Blasenschädigungsrisiko im Vergleich zum Dauerkatheter erheblich.

Was die Harnkatheterisierung ist

Die Harnkatheterisierung ist das Einführen eines dünnen, flexiblen Schlauchs (Katheter) durch die Harnröhre (oder durch die Bauchdecke bei suprapubischer Zystostomie) in die Blase zur Urinableitung. Sie wird eingesetzt bei:

Akuter Harnverhalt
Sofortige Blasendekompression bei Unmöglichkeit der Miktion
Postoperative Versorgung
Nach Blasen-, Prostata-, gynäkologischen oder großen urologischen Operationen
Langzeitmanagement
Neurogene Blase, schwere BPH, Palliativversorgung

Kathetertypen

Foley-Katheter

Zweilümiger urethraler Katheter mit Ballon — der häufigste. Transurethral eingelegt, Ballon mit Kochsalzlösung geblockt. Für kurz- und langfristige Dauerdrainage.

Nelaton-Katheter (Einmalkatheter)

Kurzer Einmalkatheter zur einmaligen Blasenentleerung (kein Ballon). Verwendung für Urodynamik, sterile Urinprobeentnahme und SIK-Schulung.

Suprapubischer Katheter (Zystostomie)

Einlage durch die Bauchdecke über dem Schambein in die Blase unter Lokalanästhesie und Ultraschallsteuerung. Indiziert wenn urethraler Zugang unmöglich ist.

SIK (sauberer intermittierender Katheterismus)

Vom Patienten selbst durchgeführter Selbstkatheterismus mehrmals täglich zur vollständigen Blasenentleerung. Goldstandard bei neurogener Blase. Mit aktivem Lebensstil vereinbar.

Indikationen für die Katheterisierung

Akuter Harnverhalt
Chronischer Harnverhalt
Nach TURBT, TURP, Prostatektomie
Neurogene Blasendysfunktion
Überwachung der Blasenspülung nach Operation
Präoperative Vorbereitung
Urodynamische Tests
Palliativversorgung

Foley-Katheter-Anlage

01Antiseptische Reinigung des Harnröhrenmeatus.
02Einbringen von Lidocaingel in die Harnröhre (Anästhetikum und Gleitmittel).
03Langsames, vorsichtiges Kathetervorschub bis in die Blase.
04Bestätigung der Blasenlage (Urinabfluss).
05Ballonblockung mit 10 ml Kochsalzlösung.
06Katheteranbindung an ein geschlossenes Drainagesystem.
07Katheter mit Fixierungspflaster gesichert, um Zug zu vermeiden.

Suprapubischer Katheter (Zystostomie)

Die suprapubische Zystostomie beinhaltet das Einlegen eines Katheters direkt in die Blase durch einen kleinen Schnitt über dem Schambein. Sie wird unter Lokalanästhesie mit Ultraschallsteuerung durchgeführt. Indiziert, wenn die urethrale Katheterisierung unmöglich oder kontraindiziert ist:

Harnröhrenstriktur
Harnröhrentrauma
Nach größeren urethralen/penilen Eingriffen
Schwere BPH bei gescheiterter urethraler Anlage
Beckentrauma
Patientenwunsch (Langzeit)

Katheterpflege

01Tägliche Reinigung des Harnröhrenmeatus mit Seife und Wasser.
02Drainagebeutel immer unter Blasenniveau halten.
03Geschlossenes System aufrechterhalten — nicht ohne medizinischen Grund trennen.
04Katheter alle 4–6 Wochen wechseln (Foley) oder nach Anweisung des Urologen.
05Flüssigkeitszufuhr erhöhen: 1,5–2 Liter täglich zur Reduktion des Infektionsrisikos.
06Sofort melden: Fieber, trüber Urin, Hämaturie, Schmerzen oder Katheterverschluss.

Komplikationen

CAUTI (katheterassoziierte HWI)

Häufigste Komplikation. Prävention: Asepsis, kleinstes Katheterkalibur, frühestmögliche Entfernung.

Harnröhrenreizung / -trauma

Selten bei richtiger Technik und ausreichender Gleitmittelanwendung.

Hämaturie

Meist leicht und klingt mit Flüssigkeitszufuhr ab. Durch Schleimhautreibung beim Einlegen.

Katheterverschluss

Durch Ablagerungen oder Koagel. Erfordert Katheterspülung oder -wechsel.

Blasenspasmen

Blasenkontraktionen um den Katheterballon. Mit Spasmolytika behandelt.

Wann den Urologen anrufen

Umgehend ärztlichen Rat einholen bei:

  • Fieber > 38°C oder Schüttelfrost
  • Keine Urinausscheidung (Katheterverschluss)
  • Starke Hämaturie mit Koageln
  • Starkes Brennen, Schmerzen oder Bauchspannung
  • Unbeabsichtigte Katheterentfernung
  • Urinleckage um den Katheter herum

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Ist das Einlegen eines Harnkatheters schmerzhaft?

Das Einlegen eines urethralen (Foley-) Katheters verursacht ein leichtes Unbehagen — keine starken Schmerzen. Vor dem Einführen wird ein Lokalanästhetikagel (Lidocain) in die Harnröhre eingebracht, das gleichzeitig als Gleitmittel dient. Der Eingriff dauert 1–2 Minuten. Die suprapubische Katheteranlage erfolgt unter Lokalanästhesie mit Ultraschallsteuerung.

Wie lange verbleibt ein Katheter?

Das hängt von der Indikation ab. Nach einer Operation gewöhnlich 1–7 Tage. Patienten mit chronischem Harnverhalt können den SIK (sauberer intermittierender Katheterismus) dauerhaft anwenden. Suprapubische Katheter können permanent sein, wenn die Miktion nicht wiederhergestellt werden kann.

Was ist der SIK (sauberer intermittierender Katheterismus)?

SIK ist eine Technik, bei der der Patient selbst mehrmals täglich einen dünnen Katheter einführt, um die Blase zu entleeren, und ihn dann entfernt. Er ist der Goldstandard bei neurogener Blase und chronischem Harnverhalt. Deutlich sicherer als Dauerkatheter (geringeres Infektionsrisiko).

Wann ist eine Katheterisierung indiziert?

Harnkatheterisierung ist indiziert bei: akutem Harnverhalt, Operationen, urodynamischen Tests, Überwachung der Harninkontinenz, Blasenspülung nach endoskopischer Operation und chronischem Harnverhalt bei neurogener Blase oder schwerer BPH.

Was ist ein suprapubischer Katheter?

Ein suprapubischer Katheter (Zystostomiekatheter) wird direkt durch die Bauchdecke über dem Schambein in die Blase eingelegt — unter Lokalanästhesie und Ultraschallkontrolle. Indiziert, wenn der urethrale Zugang unmöglich ist (Harnröhrenstriktur, Trauma, große Eingriffe).

Wie wird einer katheterassoziierten Infektion (CAUTI) vorgebeugt?

CAUTI-Prävention: Verwendung des kleinst möglichen Katheterkalibers, Aufrechterhaltung eines geschlossenen Drainagesystems, korrekte aseptische Technik, regelmäßige Katheterpflege, keine unnötige urethrale Manipulation und Katheterentfernung so früh wie klinisch möglich.

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Wenn Sie eine Harnkatheterisierung, SIK-Schulung oder suprapubische Katheterversorgung benötigen, wenden Sie sich an die urologische Praxis in Rhodos für eine professionelle und individuelle Beratung.

Ethnikis Antistaseos 18, 2. OG, Rhodos+30 2241 031123Online buchen

Literaturangaben

  1. EAU Guidelines on Urological Infections 2024 — uroweb.org
  2. EAU Guidelines on Neurogenic Lower Urinary Tract Dysfunction 2024 — uroweb.org
  3. CDC Guideline for Prevention of CAUTI 2009 (updated 2017) — cdc.gov

Ärztliche Begutachtung

Dr. Marinos Vasilas — Urologe Androloge Rhodos

Dr. Marinos Vasilas, Urologe – Androloge

Dr. Vasilas verwaltet die Harnkatheterisierung — von der einfachen Foley-Anlage bis zur suprapubischen Zystostomie und SIK-Schulung — mit Schwerpunkt auf Patientensicherheit und CAUTI-Prävention.

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